Erschreckende Mails im Postfach

Da staunt man schon nicht schlecht: Im Postfach poppt eine Mail auf, die behauptet, dass eine Lastschrift nicht eingezogen werden konnte.

tl;dr Mails von “Online Pay Co. KG” verlinken auf Trojaner und enthalten keine echte Rechnung, auch wenn die eigene Adresse vermeintlich korrekt angegeben wird.

Nun: “Kann ja mal passieren”, dachte ich mir noch, da auch meine vollständige, alte Anschrift nebst Telefonnummer in der Mail enthalten war. Da sich mittlerweile auch meine Bankverbindung geändert hat, ging ich zunächst von einer echten Benachrichtigung aus.

Bevor ich allerdings auf den vermeintlichen Rechnungslink klickte, habe ich mir den Absender noch einmal genauer angesehen:

"Online Pay Co. KG" <info@dmamedia.ru>

Abgesehen davon, dass mir noch keine einzige “Co. KG”, ohne eine GmbH über den Weg gelaufen ist, überzeugte mich neben der Absenderadresse aus Russland dann auch der Link, der auf eine ZIP-Datei auf “historicstop.com” zeigte, davon, selbigen keinesfalls anzuklicken. Das leicht kaputte Übersetzer-Deutsch ist zwar auch oft ein Indiz auf betrügerische E-Mails, doch kommt so etwas in Zeiten exzessiver Marketplace-Nutzung ja leider öfter vor.

Insgesamt waren mir das dann doch ein paar Warnsignale zuviel, weshalb ich kurzerhand das Google-Orakel befragte und schnell fündig wurde. Die Masche ist ja generell auch nicht neu: Mahnung vom Rechtsanwalt im Auftrag der Pay Online24 GmbH ist ein Virus (Link auf einen Beitrag von onlinewarnungen.de)

Die Mahnungs-Masche wird also immer raffinierter, wenngleich die Methode natürlich trivial ist: Datendiebe haben offenbar eine Kundendatenbank gekapert und versenden nun massenhaft Pseudo-Mahnungen mit fraglichem Inhalt.

Sollte Euch auch eine solche Mail begegnen: Am besten sofort löschen!

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